Ausstellungsdauer von 19.9.–6.11. 2026
In der Woche vom 12. – 18.10. geschlossen
Öffnungszeiten: Mittwoch–Freitag, 14–18 Uhr
Die Samstagsöffnungszeiten sind variabel. Bitte informieren Sie sich auf unserer Website
Samstag, 10.10. geschlossen
Wenn jemand im 21. Jahrhundert Fotografien als malerisch bezeichnet, kann man das als ironischen Hinweis lesen, wollte doch die Fotografie die Malerei im vorletzten Jahrhundert als führendes künstlerisches Medium ablösen.
Die Fotografien der Berliner Künstlerin Anna Lehmann-Brauns schaffen es jedoch ganz frei von Ironie, das Malerische in eine zeitgenössische fotografische Sprache zu übersetzen. Ob Sie nun in Istanbul den Bosporus aus dem Fenster einer Fähre, Interieurs in Berliner Kneipen, Gay Clubs in San Francisco, verstaubte Schaufenster Charlottenburger Trödelläden oder selbstgebaute Modellräume fotografiert; immer entwickeln ihre Bilder eine rätselhafte, magische Stimmung, die den Betrachter anzieht und Assoziationen zu berühmten Gemälden nahelegt. Während in vielen ihrer Bilder Wehmut und Melancholie mitschwingen, strahlen andere grell-bunte Interieuraufnahmen eine meisterhaft kühle Eleganz aus. Der Titel der Ausstellung und das gleichnamige bei uns erschienene Buch »Stages« bezieht sich auf Bühnen im wörtlichen aber auch im übertragenen Sinne, als imaginierte Bühnen des Alltäglichen.
Anna Lehmann-Brauns
Anna Lehmann-Brauns (* 1967) ist eine deutsche Künstlerin, die ganz besonders intensiv Innenräume fotografiert oder auch imaginäre Räume in Miniaturgröße erbaut. Sie studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und war 2001 Meisterschülerin von Joachim Brohm. Sie lebt und arbeitet in Berlin.




